Seana Kerslake in "The Hole In The Ground" - © Savage Productions
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The Hole In The Ground – Ein Familiendrama geht unter

Die Dinge, die uns am nächsten sind, können uns auch den größten Schrecken einjagen. So hat es uns Babadook und letztes Jahr Ari Asters Hereditary vorgemacht. Mit The Hole In The Ground bringt Lee Cronin seine Version des Horror-Familiendramas auf die Leinwand.  

Nachdem Sarah O’Neil (Séana Kerslake) mit ihrem Sohn  Chris (James Quinn Markey) von ihrem, vermutlich, gewalttätigen Mann floh, ziehen sie sich in ein altes Haus im Hinterland Irlands zurück. Sarah hat schnell einen neuen Job gefunden doch Chris hingegen fällt es besonders schwer Anschluss und neue Freunde zu finden. Als die beiden jedoch ein riesiges Senkloch im Wald hinter dem Haus entdecken ist Chris wie ausgewechselt. Sarah erkennt ihn nicht mehr wieder und wird langsam immer paranoider. Dabei stellt man sich die Frage, ob es Sarah ist, die den verstand verliert oder tatsächlich etwas mit ihrem Sohn geschehen ist.

Seana Kerslake und James Quinn Markey in "The Hole In The Ground" - © Savage Productions
Seana Kerslake und James Quinn Markey in "The Hole In The Ground" - © Savage Productions

2015 kam der sensationelle Mad Max: Fury Road in die Kinos und mit ihm Colonel Joe Moore, besser bekannt als Immortan Joe. Ein Warlord und Führer der fanatischen War Boys. Doch was hat das mit The Hole In The Ground zu tun?  Ein Ausruf, den Immortan Joe einem seiner War Boys zuruft als er kläglich beim Kapern eines Trucks scheitert. “MEDIOCRE.”, denn mehr ist The Hole In The Ground auch nicht. Durchschnitt, wenn nicht sogar schlimmer und so wird er auch im Durchschnittssumpf versinken und wir behalten einzig Immortan Joes Worte im Ohr.

The Hole In The Ground bedient sich dabei bei verschiedenen Genrevertretern ohne jedoch die psychische Tiefe eines Babadook zu erreichen mit dem er jedoch nicht mithalten kann. Die Beziehung zwischen Mutter und Kind wird zwar zu Beginn recht stark ausgebaut, aber im zweiten Teil durch Genrestandard überlagert. Neben einigen recht unterschwelligen Spannungsmomenten, baut Lee Cronin teilweise auch auf Elementen auf, die im Friedhof der Kuscheltiere Remake auch noch untergebracht werden könnten. Visuell hat The Hole In The Ground zumindest zu Beginn einige schöne Bilder zu bieten, die sich mit der Zeit dennoch immer weiter abnutzen, als würde man in einem nebeligen Wald  für Stunden verloren gehen. Irgendwann resigniert man und es wird egal wohin man geht oder ob man stehenbleibt.

So bleibt The Hole In The Ground nicht mehr als ein kurzweiliger Genrebeitrag, der versucht nach den Lorbeeren seiner großen Brüder zu greifen, nur um in ein tiefes Loch zu fallen und niemals wieder gesehen zu werden.    

 

Regisseur: Lee Cronin

Genre: Horror/ Thriller

Cast: Seána Kerslake, James Quinn Markey, James Cosmo, Kati Outinen, Simone Kirby, Steve Wall.

Crew: Director: Lee Cronin. Screenplay: Cronin, Stephen Shields. Camera (color, widescreen): Tom Comerford. Editor: Colin Campbell. Music: Stephen McKeon.

Gude zusammen! Ich befeuert euch mit allem was mir in die Finger kommt, egal ob Arthouse, Blockbuster oder der neueste Nicolas Cage Trash vom Grabbeltisch. Es wird vor nichts Halt gemacht!

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