Ocatvia Spencer und Diana Silvers in Ma © Universal Pictures
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Ma – Wenn Mutti mitfeiert, geht es verrückt zu

Ach ja waren das Zeiten, am Wochenende mit den Freunden irgendwo mit dem Auto hinfahren, den Grill auf der Rückbank, die Kühltaschen voller Fleisch und ein paar Bier haben es auch noch irgendwie hineingeschafft. Ähnlich bei den Kids rund um frischzugezogene Maggie, da wird an der nächstbesten Tankstelle noch versucht die ein oder andere Flasche Schnaps zu ergattern. Natürlich nicht ganz so erfolgreich, wie sich die Gruppe das wünschen würde, aber dafür ist Ma ja da. Ihr einmal kurz das Geld in die Hand gedrückt und schon sitzt man mit einer großen Tüte Schnaps bei Ma im Keller. Moment, was, wie im Keller? Genau, im Keller, denn Ma hat die Gruppe vorsichtshalber bei sich einquartiert. Wie eine echte Ma, macht sie sich Sorgen um ihre Schützlinge und will natürlich nicht, dass sie sturzbetrunken durch die Gegend fahren. Als Jugendlicher klingt das wie der Siebte Himmel; Snacks, Becher, Sofas dazu noch eine dröhnende Musikanlage und keine Menschenseele, die stören könnte. Naja außer Ma, die feiert natürlich fröhlich mit.

Octavia Spencer als Sue Ann in "Ma" von Tate Taylor © Universal Studios
Octavia Spencer als Sue Ann in "Ma" von Tate Taylor © Universal Studios

Einzige Regel bei Ma: Nicht fluchen und nicht die Treppe hoch in Ma’s Privatzimmer benutzen. Ein erstes Unbehagen macht sich breit. Ein bisschen schlimmer wird es schon, sobald Ma einem der Gruppe eine Pistole entgegenstreckt und von ihm verlangt sich ausziehen. War natürlich alles nur aus Spaß und die Pistole war natürlich nicht geladen. Spätestens hier wäre für die meisten Schluss gewesen. Nicht bei unserer Gruppe, die direkt aus Riverdale stammen könnte. Mit Drama, einer Menge Emotionen und vollkommen überdrehten und nicht nachvollziehbaren Handlungen, rutscht man von einem Fettnäpfchen ins Nächste. Wäre es doch nur so unvorhersehbar wie in Riverdale, ja das ist mein wunder Punkt Teenie Drama, das man vor lauter Absurdität kaum ernst nehmen kann, ist es nur leider nicht. Den Handlungsverlauf kommt einem schon nach dem ersten Bier wieder hoch und dabei schmeckt es auch noch genauso wie jeder x-beliebige Genrefilm, der eine ähnliche Grundidee besitzt. Also was macht Ma sehenswert?

 An den ausgesprochen durchschnittlichen Leistungen des Cast liegt es nicht. Einzig Octavia Spencer sticht zu Beginn noch heraus. Leider vergeht dieser Effekt auch schnell, denn mehr als einen schnelles Hin- und Herwechseln zwischen zwei Persönlichkeiten bleibt nicht übrig. Eventuell interessant für einen Kurzfilm, trägt aber nicht weit darüber hinaus. Dafür wird man von Ma’s Stimmungsschwankungen umso besser unterhalten. Schnitt. Es rumpelt unter den Autoreifen und Leichen pflastern ab sofort ihren Weg. Schön wäre es, wenn es so weitergehen würde. Nicht mit Ma, denn die fährt den Gewaltgrad und ihre Rücksichtslosigkeit wieder zurück. Das tut Ma nichts zur Sache, denn irgendwie hat man trotzdem Spaß mit ihr, dabei ist es egal wie abgedroschen die Story, wie abstrus die Entscheidungen aller Charaktere und einige Szenen auch sind. Gerade diese Mischung macht Ma zu einer merkwürdig trtashigen Kinoerfahrung. Ein weitere Fall für Bier, Sofa und Freunde. 

Regisseur: Tate Taylor

Genre: Horror/ Thriller

Cast: Octavia Spencer, Diana Silvers, Juliette Lewis, McKaley Miller, Allison Janney, Corey Fogelmanis, Tanyell Waivers, Heather Marie Pate.

Crew: Screenplay: Scotty Landes. Camera (color): Christina Voros. Editor: Lucy Donaldson, Lee Jin, Paul Schnee. Music: Gregory Tripi.

Gude zusammen! Ich befeuert euch mit allem was mir in die Finger kommt, egal ob Arthouse, Blockbuster oder der neueste Nicolas Cage Trash vom Grabbeltisch. Es wird vor nichts Halt gemacht!

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