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Die Alien-Jäger sind zurück

Mit Men in Black: International kommt nun der vierte Teil der gleichnamigen Reihe in die Kinos – allerdings ohne Will Smith und Tommy Lee Jones. Aber schaffen es Chris Hemsworth und Tessa Thompson im schwarzen Anzug zu überzeugen? Oder sollte man sich nach dem Film lieber neuralisieren lassen?

Als Kind wurde Molly (Tessa Thompson) Zeugin davon, wie ihren Eltern von zwei geheimnisvollen Männern mit einem merkwürdigen Apparat das Gedächtnis gelöscht wurde. Die beiden Herren in schwarzen Anzügen waren auf der Jagd nach einem Alien. Doch bevor sie ihn aufspüren konnten, gelang ihm mit Mollys Hilfe die Flucht.

Seitdem hat sie nur ein Ziel: Die geheime Organisation der Men in Black aufspüren und eine von ihnen werden. Doch das stellt sich schwieriger heraus als gedacht. Das FBI und die CIA stempeln sie als Verrückte ab. Schließlich gibt es laut denen keine Aliens …

Doch eines Tages hat Molly Glück: Sie findet mitten in New York ein abgestürztes Raumschiff. Und der darin sitzende Außerirdische wird von Männern in schwarzen Anzügen abgeführt. Sie folgt ihnen bis ins Hauptquartier der Geheimorganisation – und wird direkt gefasst.

Chefin Agent O (Emma Thompson) ist allerdings so beeindruckt von Molly, dass sie sie vom Fleck weg rekrutiert. Und der erste Auftrag lässt nicht lange auf sich warten: Eine gefährliche Alien-Rasse namens “Der Schwarm” versucht die Erde zu erobern. Zusammen mit ihrem Londoner Kollegen Agent M (Chris Hemsworth) stellt sie sich der Bedrohung entgegen …

Schwer wiegt das Haupt, das die Krone trägt

Als Men in Black 1997 in die Kinos kam, war das eine Sensation: Ein cooler Mix aus Sci-Fi, Action und Komödie, spektakuläre Effekte und das ungleiche Duo Will Smith und Tommy Lee Jones. So etwas hat die Welt davor noch nicht gesehen. Nicht umsonst entstanden 2002 und 2012 zwei Fortsetzungen um die Agenten K und J.

Doch schon MIB 3 fühlte sich nicht mehr zeitgemäß und etwas blutleer an. Die Luft war raus. Mit Men in Black: International versucht man nun, dem Franchise wieder Leben einzuhauchen. Die Prämisse: Mehr Action, mehr Schauplätze (weil international!) und ein mit Tessa Thompson und Chris Hemsworth ein neues, jüngeres Alienjäger-Duo.

Und so vielversprechend das auch klingen mag, so außerirdisch mittelmäßig ist es geworden. Denn trotz seines riesigen Potentials geht Men in Black: International gehörig baden und wird seinen Vorgängern leider nicht gerecht.

Einmal blitzdingsen, bitte!

Aber wen wundert das? Der erste MIB-Teil war damals aufgrund seines skurrilen Genre-Mix und wegen dem brüllend komischen Smith/Lee Jones-Duo ein Mega-Hit. Teil 2 hat auch noch Spaß gemacht. Aber spätestens beim dritten Ableger wurde die Konkurrenz in diesem Bereich immer größer. So war MIB 3 vor allem auch wegen des Fehlens von Tommy Lee Jones’ grantigen Agent K schon keine Sensation mehr.

Chris Hemsworth und Tessa Thompson haben mit ihrem Zusammenspiel in Thor: Tag der Entscheidung gezeigt, was für eine unglaublich gute Comedy-Energie sie haben können. Doch von der merkt man hier gar nichts. Sie gibt den nerdigen Besserwissen und er den arroganten Alleskönner. Von Sympathie, Chemie und Komik fehlt da leider jede Spur. Und wenn schon die beiden Hauptcharaktere nicht funktionieren, dann ist schon der Wurm drin.

Die schauspielerischen Lichtblicke sind hier definitiv Liam Neeson und Emma Thompson als deren Vorgesetzte. Vor allem Thompson zeigt, was für ein komödiantisches Talent in ihr steckt. Doch die meisten Lacher liefert die Figur des Pawny, gesprochen von Kumail Nanjiiani, ab. Alle anderen Charakter bleiben flach, austauschbar und ziemlich blutleer zurück.

Selbst die Action und das CGI sind wenig überzeugend. Das hat man alles schon mal besser gesehen. Und während speziell in den ersten Teilen viele der Aliens noch durch Maskenbildner und spektakuläre Kostüme zum Leben erweckt wurden, sind es hier lediglich enttäuschend generische Produkte aus der Special-Effect-Abteilung.

Auch die Geschichte an sich bietet kaum etwas Neues. Im Endeffekt wird eigentlich die gleiche Geschichte wie im ersten Teil erzählt – bloß geraffter und deswegen unglaubwürdiger und viel zu gehetzt. Und den Plottwist am Ende riecht man auch kilometerweit gegen den Wind …

So bleibt am Ende nur zu sagen, dass Men in Black: International ziemlich enttäuschend und sehr mittelmäßig ist. Es gibt zwar streckenweise ein paar gute Gags, aber bei diesem riesigen Potential reicht das dann leider auch nicht. Also: Einmal blitzdingsen, bitte!

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