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Adventskalender – Türchen 23: Mike’s Weihnachtsfilmfest

Ahja Weihnachten steht mal wieder vor der Tür, das Fest der Familien und der Besinnlichkeit. Das Fest an dem die verlorenen Söhne und Töchter nach Hause kommen und sich mit neben Opa und Oma den Bauch mit Plätzchen vollschlagen  Aber so leicht kommst du mir heute nicht davon. Rück etwas näher an den glühenden Bildschirm, Großonkel Mike möchte dir nämlich von seinem kleinem Weihnachtsfilmfest erzählen. Irgendwo in diesem wilden Wust aus Szenen steckt, wie in allen Märchen, auch ein wahre Kern. Wo? Das wüsste ich zum Teil auch gerne…

Die schlittenziehenden Rentiere: Nicht wegzudenken und doch erst einmal unfreiwillige Helfer - "Klaus" © Netflix

Ein klassisches Weihnachtsfest gibt es bei uns mittlerweile nicht mehr. Die Familie ist aufgesplittert und so fliegt man mehr oder weniger von Haus zu Haus und von Essen zu Essen. Der Weihnachtstrubel beginnt für mich als schon ein paar Tage vorher, denn ich bin im Männerhaushalt für das erste Weihnachtsessen zuständig. Einen halben Tag in der Küche stehen und versuchen ein leckeres Essen zu zaubern. So gut wie in Disney’s Ratatouille wird es nicht, wobei ich natürlich auch keine Ratte als Helferlein habe. Aber gut weiter im Takt. Was bietet sich bei so einem kleinen Kochgelage also am besten an? Richtig Bruce Willis in Stirb Langsam zumindest war es die letzten Jahre so, dass neben dem Festtagsbraten auch Hans Gruber das Zeitliche segnen muss. 

Traditionen sind jedoch da um gebrochen zu werden und so hielt Netflix in Form von Klaus Einzug in die Weihnachtsküche. Ein zauberhaftes Märchen, welches die Geschichte vom Weihnachtsmann charmant neuerzählt und auch etwas auf die Tränendrüse drückt. Bernd hat sich schon darüber ausgelassen wie magisch Klaus ist und ich muss sagen, er könnte es schaffen in eine alljährliche Weihnachtsvorbereitung zu rutschen.

Was wäre Weihnachten ohne eine gehörige Portion Weihnachtsmusik? Zu Hause gibt es statt Glockenschlägen ein Basswummern und statt ruhigen Chören auch gerne mal wilde Gitarrenriffs, doch heute gebe ich den Ton an und da hat es mir mal wieder Anna and the Apocalypse angetan. Etwas poppig, klarer Gesang und ein stückweit auch verliebtes Musical. Trifft also genau meinen Geschmack, wenn dann noch Zombies dazukommen bin ich hin und weg und leise im Hintergrund muss die Familie damit Vorlieb nehmen. 

Nachdem die Bescherung und ein ausgedehnter Umtrunk vorbei sind, wird es sich noch etwas gemütlicher gemacht und der Abend klingt langsam vor einem Film aus. Meistens hat das FreeTV auch immer die selben Perlen zu bieten. Egal ob Der kleine Lord, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel oder mein persönlicher Favorit Kevin allein zu Hause irgendetwas findet sich immer. 

Neben den Klassikern wird aber auch immer mal wieder die Watchlist ausgepackt. Ich nutze die Feiertage am liebsten um vergessene Perlen, die ich im Kino verpasst habe, nachzuholen. John Wick 3 sehe ich ganz oben auf der Liste oder Ash is Purest White, der von chinesischen Gangstern und glücklicherweise gerade Amazon Prime gelandet ist. Ebenso Capernaum, den ich schon von vielen empfohlen bekommen habe oder wie wäre es mit The Irishman? Geballte 210min mit Scorsese, Pesci, Pacino und DeNiro wunderbar für die Feiertage geeignet an denen man ohnehin nicht viel zu tun hat. 

Du merkst ein klassisches Weihnachten wird es zumindest filmtechnisch, weder Der Herr der Ringe, noch Harry Potter stattdessen wird sich dem Pile of Shame entgegengestellt. 

Gude zusammen! Ich befeuer euch mit allem, was mir in die Finger kommt, egal ob Arthouse, Blockbuster oder der neueste Nicolas Cage Trash vom Grabbeltisch. Es wird vor nichts Halt gemacht!

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